Freitag, Mai 27, 2005

der Tag des Visums

Termin bei der Amerikanischen Botschaft in Berlin um 8.40 Uhr.

Nachdem wir uns verfahren haben und somit glücklicherweise dem Stau entgangen sind, der auf der eigentlich geplanten Strecke entstanden war, haben wir noch rechtzeitig die Botschaft gefunden. Ist von außen sehr sparsam als Amerikanisches Grundstück zu erkennen, denn ich habe nur eine einzige Flagge hängen sehen. Wahrscheinlich eher eine Schutzmaßnahme als mangelnder Patriotismus.

So, um 8.30 Uhr stand ich vor dem Gebäude. Erster Schock: lange Schlange vorm Eingang. (Na gut, die hat man auch schon von der Straße aus gesehen.) Das waren allerdings alle Leute mit Termin. Also haben wir uns brav angestellt. Die lassen dort immer nur 2 Leute auf einmal in den Eingangsbereich. Nach einer Stunde waren wir an der Treppe angekommen.

Offensichtlich werden alle Studenten und Austauschschüler auf einmal abgehandelt, deshalb die vielen Leute.

Während wir gewartet haben, kam eine Frau mit einem Baby auf dem Arm und bat die Polizisten an der Treppe, sie vorzulassen. Hat auch geklappt. Sie kam nach einer Weile wieder raus und ging irgendwo in Richtung Ende der Schlange. Eine Minute später kam von hinten eine andere Frau mit einem Kinderwagen an uns vorbei. Ich hätte schwören können, daß es dasselbe Baby war! Was sagt einem das: Kind ausleihen,um sich das Anstehen zu sparen!

Mein Freund durfte leider nicht mit reinkommen, also bin ich allein rein. Drinnen stand ich gleich in der nächsten Schlange. Vorn am Schalter mußte man dann die erforderlichen Papiere und Formulare abgeben. ´ne halbe Stunde bis vorn.

Danach muß man schonwieder warten, nämlich darauf, daß die Damen in der Interview-Kabine einen aufrufen. Nochmal ´ne halbe Stunde. Dann nehmen sie die Finderabdrücke der Zeigefinger ab. Anschließend stellen Sie einem ein paar Fragen, die man eigentlich genauso gut auf einem Formular beantworten könnte.

Aber egal, Visum bewilligt. Kriege ich nach einer Woche zugeschickt.