Dienstag, Juli 12, 2005

Flug nach Cincinnati - Tag 2

Aufgestanden um 7.00 Uhr. Kein Frühstück gegessen. Kurz nach 8 war im am Flughafen. Wow, laange Schlange vor dem Check-in. Ich dachte, es wird knapp aber klappt noch, denn der Flug sollte erst um 10.20 Uhr starten. Eine Stunde später hatte ich vielleicht ein Drittel des Weges geschafft. Der Mann vor mir wurde schon total nervös. Um 9.30 Uhr war ich immernoch gut 120 Leute vom Schalter entfernt, also zum Zeitpunkt, zu dem der Check-in-Schalter geschlossen wird (eine Stunde vor Abflug). In der Zwischenzeit lief eine Angestellte des Flughafens schon durch die Menge und hat sich die Namen und den Zielort der Leute geben lassen. Um 10 Uhr wurde mittendrin ein crash-Sicherheitscheck-Schalter eingeführt: "haste selbst gepackt?" - "ja." - "kein anderer drangewesen?" - "nein." - "kein Gepäck andrehen lassen?" - "nein." - "kein Feuerzeug oder Streichhölzer drin?" - "nein.". Aufkleber auf den Pass und weiter. Endlich angekommen an der Gepäckabgabe (10.15 Uhr) wurden alle Cincinnati-Leute aussortiert und so schnell wie möglich abgefertigt. Es hieß, der Flug würde noch um einige Minuten verschoben werden, nämlich auf 10.35 Uhr. So, schnell weiter. Nächste Station: Sicherheitskontrolle mit Durchleuchten und Schuhe ausziehen. Dann mußte ich auch noch meinen Rucksack leeren. Ich habe dem Mann gesagt, er möge sich mit Durchsuchen bitte beeilen, weil ich sonst mein Flugzeug verpassen würde. Er verwies dann auf einen Bildschirm und sagte, ich müßte mir keine Sorgen machen, der Flug wäre auf unbestimmte Zeir verschoben. Dann ging es wieder einen langen Gang lang. Dann wurden wir in ein Shuttle geladen. Die Fahrt zum Terminal hat mindestens 10 min gedauert. Dann wieder lange Gänge. Dann der Bording-Schalter. Jetzt endlich einsteigen.

Ich saß dann im Flugzeug und nichts tat sich. Einige Leute regten sich schon auf. Dann machte sich der Geruch nach Abgasen im Flugzeug breit, der allmählig stärker wurde. Die Durchsage vom Piloten erklärte uns, das Flugzeug hätte ein Leck, welches so schnell wie möglich repariert werden würde. Tatsächlich klettere bald ein Mann auf den Tragflächen herum. Eine halbe Stunden später kam die Durchsage, wir sollten alle wieder aussteigen.

Wir also alle zurück in das Terminal. Leider gab es noch keine Information, ob das Leck bald repariert sein würde oder ob wir ein neues Flugzeug bekämen. Ich war inzwischen schon far away from aufregen. Ich habe mich brav auf die Bank gesetzt und gewartet. Zwischendurch gabs Sandwiches und Getränke, natürlich kurz nachdem ich mir was gekauft hatte (mein ersten Essen überhaupt an dem Tag). Dann hieß es, wir kriegen ein neues Flugzeug, die neue Abflugszeit ist 17.10 Uhr, die Abfertigung für das Betreten des Flugzeuges beginnt um 16.15 Uhr. 16.30 Uhr saßen wir immernoch rum. 17.10 Uhr auch. Um 17.30 Uhr durften wir dann endlich einsteigen. Inzwischen waren schon alle Shops und die meisten Toiletten in dem Terminal geschlossen. Im Flugzeug mußten wir schonwieder warten, weil noch das Essen, und sicherlich auch Zuckertütchen, eingeladen wurde. Irgendwann hob das Flugzeug tatsächlich ab. Ich habe "Million Dollar Baby" geguckt und anschließend die restlichen 7 Stunden Flugzeit geschlafen.

Ich bin um halb 10 abends in Cincinnati angekommen (Ortszeit). Kurz vor der Passkontrolle habe ich ein Foto gemacht. Plötzlich schrien gleich 2 Wachmänner auf und kamen auf mich zugerannt. Ich muß sagen, das war schon respekteinflößend. Der eine stand dann so lange neben mir, bis ich das Foto nachweislich gelöscht hatte.

Wenigstens wurde ich trotzdem reingelassen. Am nächsten Schalter habe ich die "Ich-führe-nichts-ein"-Karte abgegeben. Dann den Koffer vom Band geholt. Einen langen Gang runter zur Sicherheitskontrolle. Der Koffer ging nach rechts, ich mit Handgepäck nach links. Ich mußte sogar den Computer und den Fotoapparat auspacken und separat in Kisten legen.

Dann schonwieder unendlich viele Gänge entlang.

Jetzt war in den Besucherraum vorgedrungen und habe Elke (meine Chefin) getroffen. Dann muße ich allerdings noch zum nächsten Gepäckband und meinen Koffer wiederholen. Dann ins Auto und nach Cincinnati, zu Elke´s Haus. Unter die Dusche und ins Bett.....

Immerhin, ich habe inzwischen wieder einen ansehnlichen Zuckertütchenvorrat.