Rückflug nach Cincinnati
Meine liebsten Eltern haben mich wieder nach Berlin gefahren. Ich habe es auch fast geschafft, den Fahrstil von Papa nicht zu kritisieren. Wenn ich mit ihm am Steuer unterwegs bin, habe ich mir angewöhnt, einfach nicht mehr auf die Straße zu gucken. Sogar Marions Hund findet seine Art zu fahren zum Kotzen!In Berlin wollten wir eigentlich noch einen Kaffee zusammen trinken, aber wir mußten uns gleich in die lange Schlange einreihen. Naja, dann gabs Kaffee halt im Stehen. Und dann mußte ich mich auch schon von den beiden verabschieden.
Ich hatte einen Schokoweihnachtsmann und Überraschungseier für meine Freunde dabei und habe die, damit sie nicht kaputt gehen, in eine Wiskey-Blechdose gesteckt. Ich wußte nicht, ob ich die im Koffer lassen konnte. Und ich wollte nicht, daß sie meinen Koffer aufmachen, den ich so sorgsam gepackt und unter Mühen zugekriegt hatte, um zu überprüfen, was in der Dose ist. Also habe ich sie mit ins Handgepäck genommen, für den Fall, sie wollen die kontrollieren. Hat niemanden interessiert bei der Sicherheitskontrolle. Ich hätte ja locker Drogen oder Sprengstoff schmuggeln können!
Ich hatte wieder einmal einen Gangplatz. Das ist ja ganz gut zum Beine ausstrecken, aber man kann sich nirgens anlehnen zum Schlafen. Neben mir ein junges Ehepaar. Den Mann konnte ich auf Anhieb nicht leiden. Lag vielleicht an seiner Sonnenbrille, die er fast die ganz Zeit getragen hat (war ja soo grell im Flieger), oder die Tatsache, daß seine Frau über seine Beine steigen mußte, wenn sie auf Toilette wollte; der Typ hat sich nicht die Mühe gemacht, mal aufzustehen.
Zwischenstopp wieder New York. Ich wollte eigentlich Fotos vom Anflug machen, aber ich saß in der mittleren Reihe des Flugzeuges und mußte ja angeschnallt bleiben. Habe es mir dann für den Abflug vorgenommen. Vier Stunden Aufenthalt. Ich hatte überlegt, zum Ausgang zu gehen, um mir New York anzusehen, aber ich habe keinen gefunden. Später wurde mir dann erzählt, daß dieser Flughafen (John F. Kennedy) sowieso in der Pampa ist, nicht inmitten der Stadt. Rausgehen nützt also nix. Dafür habe ich ein paar Fotos vom Terminal gemacht.


Und ich habe mich in ein Restaurant gesetzt, um einen Burger zu essen.

Eine Stunde vor dem Abflug habe ich mich vor den check-in-Schalter gesetzt und gelesen. Plötzlich spricht mich jemand mit Namen an. Vor mir steht die Belgierin! Wir haben dasselbe Flugzeug zurück nach Cincinnati genommen. Bevor wir allerdings abgehoben sind, sind wir fast eine Stunde lang über den Flugplatz gerollt. Und ich wollte so unbedingt Fotos machen. Hatte wieder einen Gangplatz. Der Junge neben mir macht die ganze Zeit komische Geräusche. Ich habe mich immerzu gefragt, ob er vielleicht Angst vorm Fliegen hat oder luftkrank wird. Er ist aber dauernd eingenickt und ich habe beschlossen, ihn nicht zu fragen. Und überhaupt, der hat die ganze Armlehne für sich beansprucht! Und außerdem saßen wir direkt neben den Tragflächen, also nichts mit Fotos. Und als wir höher kamen, war draußen nichts zu sehen wegen Nebel. Ich habe mir vorgenommen, wenigstens Fotos über Cincinnati zu machen. Dann bin ich eingeschlafen. Als ich aufwache, setzen wir gerade auf. Hmm, schonwieder keine Fotos. Dann doch jedenfalls von Downtown Cincinnati. Ich habe zu spät gemerkt, daß ich die falsche Einstellung an der Kamera hatte (mit der man gute Bilder durch eine Autoscheibe machen kann). Bevor ich das verbessert hatte, waren wir schon zu dicht dran (wenn man nach Cincinnati 'reinfährt, kommt man einen Hügel herunter, von dem aus man einen phantastischen Blick auf die Stadt kriegt).
Ich habe hier ein Foto ausgekramt, das ich vor ein paar Wochen gemacht habe, von der anderen Seite des Ohio River, der an der Innenstadt entlang fließt. Sieht auch ganz hübsch aus:

Zu Hause angekommen, habe ich mir garnicht erst die Mühe gemacht, meine Koffer auszupacken (schon komisch, ich bin mit einem Koffer gefahren und zurückgekommen mit zweien!). Bin gleich unter die Dusche und ins Bett.

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