Alles für umsonst!
Was habe ich doch für ein Glück.Ich war heute wieder unterwegs, um Möbel zu suchen. Diesmal habe ich wieder John gezwungen, mitzukommen. Aber ich wußte selbst nicht, was auf mich zukommt.
Jedenfalls, Irena hatte mir eine Telefonnummer gegeben von einer Frau, die einige Möbel von ihrem Sohn übrig hatte und die kostenlos abgeben wollte. Die Rede war von einem Schreibtisch, einem Bücherregal und einem Bett. Ich habe die Frau angerufen und sie sagte, sie hätte außerdem noch Tisch und Stühle von ihrer Tochter übrig.
Es hat sich dann herausgestellt, daß die Frau (und ihre Familie) fast den ganzen Block dieser Straße einnimmt und Wohnungen, heißt Teile ihres Hauses, an Studenten vermietet. Jetzt, nachdem ihre Studenten ausgezogen sind, ist noch einiges an Möbeln da, die sie loswerden will. Dieses Haus hatte 3 Stockwerke und einen Keller. Und sie hatte JEDE MENGE Möbel. Allein drei Betten, drei Sofas, diverse Schreibtische, einige Stühle, Tische, Regale,... .
Ich habe alles genommen, das stabil war und aufs Auto gepasst hat. Das heißt, einen großen, rechteckigen Tisch für die Küche, 4 Stühle, die zwar echt hässlich sind aber farblich zum Tisch passen, einen kleinen Schreibtisch mit passendem Stuhl (mit Rollen drunter), einem kleinen Bücherregal und einen großen Schreibtisch mit Nebentisch und ausklappbarem Teil. Alles massiv Holz. Und eine Retro-70er Jahre Truhe mit hellblauem Kunststoffbezug; die passt ganz gut ins Bad, werde ich vielleicht als Wäschekorb verwenden.
John hat dann alles mit raufgeschleppt. Zuerst durch den Hintereingang. Ich habe John darauf hingewiesen, daß er auf das (erst kürzlich entdeckte) Wespennest in der Wand neben meiner Tür aufpassen soll. Ich wurde dann auch prompt gestochen. John war das dann doch zu heikel (Bienenstich-Allergie) und wir haben doch alles vorn herum gebracht.
Als ich wieder herunter kam, um das nächste Teil zu holen, stellte mich John einem jungen Mann vor, der wohl gerade hier vorbei gejoggt kam. Der fragte mich, ob ich nicht eine Mikrowelle gebrauchen könne. Wieso nicht, dachte ich.
Er wohnt im Nachbarhaus. Ich bin gleich mit zu ihm und habe das Gerät gekriegt. Er wollte auch nichts dafür haben.
Nachdem alles oben war, habe ich mich bei John bedankt und meinte, ich bin ihm jetzt einen Gefallen schuldig. Wir hatten uns auf der Fahrt über Essen unterhalten und wie mich die Sache mit dem Sauerkraut-Klischee stört. Er hat dann auch zugegeben, daß die Amerikaner denken, in ganz Deutschland wäre es wie in Bayern. Er sagte, wenn er demnächst eine Party in seiner Wohnung feiert, muß ich für ihn und die Freunde kochen, und zwar etwas typisch Deutsches. Das wäre dann mein Gefallen.
Was ist ein typisches, deutsches Gericht? Mir fällt dazu immer ein: paniertes Schnitzel mit Kartoffeln und Erbsen.

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