Samstag, Januar 14, 2006

"Kaffeestunde" bei Daniel

Freitag waren alle zur "Kaffeestunde" bei Daniel (aus Mexiko) eingeladen. Ich habe mal erzählt, daß das Büro für ausländische Studenten jeden Freitag so ein Treffen organisiert. Dort gibt es dann Kaffee/Tee/Kakao und Kekse, es gibt Spiele und ab und zu einen Film. Die meisten von meinen Freunden gehen aber inzwischen nicht mehr hin. So haben wir angefangen, in unserem Kreise stattdessen sowas zu machen. Allerdings gibts bei uns keinen Kaffee/Tee/Kakao, sondern Alkohol. Und jeder bringt was zu Essen mit. (Aus Sicherheitsgründen gibts hier keine alkoholischen Bilder.)

Ich wollte meinen Freunden irgendwas aus Deutschland mitbringen und habe mich für Überraschungseier entschieden. Wahrscheinlich, weil ich die selber mag. Kam jedenfalls gut an. John (aus Kolumbien) hat es allerdings nicht geschafft, sein Tipi selbst zusammen zu bauen. Er braucht dann doch Hilfe von Erika (Belgien) beim Aufkleben der Sticker.

Es waren einige Leute da, die ich noch nicht kannte. Meistens Mexikaner. Allerdings sind die auch alle ganz neu hier. Im Folgenden kommen noch Bilder von meinen Leuten.


Oben von links, Daniel C. (aus Kolumbien), Veronica (aus Venezuela), unten links John, dann ich, und Maria-Fernanda, kurz Ma-Fe (sie besteht drauf), aus Kolumbien.


Der in Mitte ist Daniel V. (aus Mexiko), rechts daneben Mike, unser einziger echter Amerikaner. Auf der Party waren auch noch ein paar mehr Amerikaner, aber Mike gehört exklusiv zu uns. Er war 2005 für ein halbes Jahr in Deutschland, deshalb ist er quasi auch international.


Leider ist das Bild etwas dunkel, aber man kann die Leute trotzdem sehen. Links David, aus Österreich, Silvana, aus Rostock (was'n Zufall, kannte sie vorher nicht) und Stefan, aus Aachen oder so.


Ein Haufen Deutsche Schrägstrich Österreicher. Außer der in der Mitte, jener ist Franzose, mit russischer Abstammung. Die kleine Blonde ist Kathi, mit der ich zusammen zum Flughafen gefahren bin. Sie ist aus der Nähe von Wien.



Später kamen und gingen noch Leute.

Ein paar von uns wollten danach noch in einen Club gehen. Veronica war zu müde, Daniel C. wußte nicht so recht, Mike war auch noch unschlüssig, John wollte, ich auch, und Mafe. Silvana ist schon eher los, weil sie sich mit Freunden getroffen hat und die sind in den Club vorgefahren. Ein anderer John (Amerikaner, aber mit deutscher Abstammung - spricht aber kein Deutsch; außerdem Mathematiker) und noch ein Amerikaner (noch ein Mathematiker) wollte auch mitkommen. Erst mal gabs Gerangel um die Hinfahrt, keinen richtigen Plan. Wir hatten 3 Leute mit Autos, aber zwei von denen hätten erstmal nach Hause gehen müssen, um das Auto zu holen. Und wir mußten auch noch nicht, wer denn definitiv mitkommt.
Am Ende war Daniel total besoffen und konnte nicht mehr gerade laufen. Wir haben beschlossen, ihn nicht mehr mitzunehmen, der sollte lieber nach Hause. Ich wollte auch nochmal nach Hause um mich umzuziehen. Mike wollte doch lieber schlafen gehen. Wir beide sind zusammen losgegangen (wohnen in der gleichen Richtung) und Mike hat mich bis vor die Tür gebracht (ist er nicht gut erzogen!?). Ich habe ganz schnell Sachen gewechselt und bin zurückgegangen (ist weniger als 10 min zu Fuß).
Wir waren dann zu fünft: John, Mafe, ich, der Ami John (mit dessen Auto wir fahren wollten) und der andere Amerikaner. John hat um die Ecke in einem Parkhaus geparkt, und da ging das Abenteuer schon los - wir sind nämlich nicht so einfach rausgekommen. Das Parkhaus hat 6 Etagen, aber nur in der ersten ist ein einziger Bezahlautomat. Der war natürlich kaputt. Wir sind trotzdem zum Ausgang im 6. Stock gefahren, ein Versuch war es wert. Bei der Ausfahrtsschranke stand was von "Fehler". Hat auch die Karte nicht angenommen. Dann haben wir beschlossen, die Einfahrtsschranke zu testen. Der Ami ist ausgestiegen und hat auf den Ticketknopf gedrückt. Ging natürlich nicht, wenn da nur ein Mensch steht. Nächster Versuch: Ausgang im Untergeschoss. Der Ausgangsseite hat das Ticket garnicht erst angenommen. Dann haben wir wieder zum Eingang gewechselt. Knopf ging natürlich wieder nicht. Aber die Schranke ließ sich etwas anheben, sogar genug, sodaß das (recht flache) Auto durchgepaßt hat. So sind wir doch noch rausgekommen.
Wir sind erst noch zu Mafe nach Hause, weil sie sich umziehen wollte. Sie hat dann beschlossen, zu Hause zu bleiben. Also nur noch zu viert. Dann haben wir den Ami nach Hause gebracht. Ami John meinte dann, er will auch nicht mehr in den Club gehen, er würde uns aber hinfahren und wir müßten dann nur ein Taxi zurück nehmen. Nur Kolumbi John und ich übrig.

Im Club, der brechend voll war, haben wir nach einer Weile auch Silvana gefunden. Sie hatte mich schon angerufen, um zu fragen, wo wir bleiben. John und ich sind dann tanzen gegangen. Wie gesagt, knackevoll. Man hatte gerade soviel Platz wie man wegen dem eigenen Körperumfang brauchte, mehr nicht. Tanzen war eigentlich auch unmöglich, man bewegte sich einfach mit der Masse. John hat die ganze Zeit mitgesungen, direkt in mein Ohr. Er trifft keinen einzigen Ton, aber ich bin sowieso der Meinung, wenn jemand gern singt, dann soll er es machen, auch wenn er es nicht kann.
Silvana war nicht mehr zu finden im Club. Ich habe dann mein Handy überprüft, und sie hatte tatsächlich eine Nachricht geschrieben. Sie müßten los, weil ihr Fahrer schon müde ist und sie konnte uns nicht finden um Bescheid zu sagen.
Wir sind dann noch eine Stunde oder so geblieben und haben getanzt. Ich habe mir dann gedacht, wir sollten gehen, bevor der Laden zumacht (bald) und wir dann ewig für ein Taxi anstehen müssen. Ich war dann um 3 zu Hause.

Ich habe dann noch 1 Stunde mit Lukas gechattet, der übrigens seit Mittwoch in Japan (Nagoya) ist. Er ist ganz überwältigt und er fühlt sich sehr wohl. Er hat mich Sicherheit auch ganze tolle Geschichten zu erzählen...