wieder so allein
Heute habe ich Lukas wieder am Flughafen abgeliefert. Er konnte leider nur 10 Tage hier bleiben, aber ist besser als nichts! Das nächste Mal sehen wir uns dann zu Weihnachten. Dann werde ich ihn besuchen, und zwar ziemlich wahrscheinlich in Tokio!Wir haben uns hier umgesehen bzw umgehört, ob er vielleicht noch ein Betriebspraktikum hier machen könnte, oder sein Studium hier beenden, oder richtig zu arbeiten nach dem Studium. Ich denke, seine Chancen stehen gut. Und ich wäre überglücklich, wenn er herziehen würde!
Auf dem Rückweg staute sich der Verkehr auf der Gegenfahrbahn wegen einem Autounfall. Sah böse aus. Ein Auto hatte sich überschlagen und lag auf dem Dach mit zerquetschtem Passagierraum, ein anderes war im Seitengraben gelandet.
Am Dienstag haben wir es doch geschafft, ein Auto erschwinglich zu mieten. Das haben wir dann genutzt, um durch die Gegend zu fahren und die ganzen Firmen zu suchen, für die sich Lukas interessiert hat.
Am Mittwoch wollten wir nach Indianapolis, eine Stadt etwa 100 Meilen von hier. Wir sind erst spät losgefahren, weil ich mittags in der Uni war. Auf der Hälfte der Strecke habe ich die Lust verloren. Wir wären mindestens 90 Minuten unterwegs, um in die Stadt zu kommen, und könnten höchstens 2 Stunden bleiben, damit wir nicht in völliger Dunkelheit zurückfinden mußten. Und ich war viel zu müde zum Fahren. Also haben wir die nächstbeste Ausfahrt genommen und sind Essen gegangen.
Auf dem Rückweg wollten wir über die Landstraße fahren statt Autobahn. Die Gegend hier ist im Vergleich zu Deutschland eher spärlich ausgeschildert. So sind wir (diesmal Lukas am Steuer, ich daneben glücklich mit einem Schokoriegel) nach Gefühl gefahren. Leider hatten wir nur eine "Cincinnati und Umgebung"-Karte dabei, also tja, was soll ich sagen: wir sind letzendlich im angrenzenden Bundesstaat gelandet. Wir haben eine ganze Weile einfach geradeaus fahren müssen, um ein Schild zu finden, welches uns wieder zur Umgebung von Cincinnati geführt hat. Wir waren dann halb 11 und eine halbe Tankfüllung später wieder zu Hause.
Am Donnerstag lief eine Einführungsveranstaltung für alle internationalen Studenten. Es begann um 8 Uhr morgens. Ich habe Lukas überredet mitzukommen, weil mir Srdjan erzählt hatte, diese Einführung beinhaltet auch eine Stadtrundfahrt im Bus. Es sind weit weniger europäische Studenten hier eingeschrieben als asiatische, besonders viele aus Indien. Wir saßen am Tisch mit einer Österreicherin, zwei Franzosen (Männchen und Weibchen; er hat auch in Paris am Flughafen festgesessen, weil er sein I-20-Formular nicht dabei hatte - wie ich damals), einem Chinesen, einem Mädel aus Pakistan oder Indien, und einem schon etwas älteren (heißt, über 30) Mann aus Indien. Lukas ist nach 2 Stunden nach Hause gegangen und hat sich wieder Schlafen gelegt. Ich bin auch nicht ganz bis zum Ende geblieben, habe mich bis dahin aber sehr amüsiert. Der Franzose hat unserem ganzen Tisch unterhalten. Das Treffen selbst war auch witzig, aber das meiste von dem, was uns gesagt wurde, wußte ich schon (weil, bin ja schon 2 Monate hier).
Mein Computer geht wieder. Wahrscheinlich ist er immernoch nicht ganz in Ordnung, denn wir wissen nicht, woran es denn gelegen hat. Ich habe mich für die Methode des Türeintretens entschieden und einfach die Festplatte formatiert und anschließend alles neu installiert.
Eine witzige Sache: der Inder, der bei der Einführungsveranstaltung mit mir am Tisch saß, ist heute in die Wohnung nebenan eingezogen. Mitsamt Frau und Kind und Mutter.
0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home