Sonntag, Januar 29, 2006

Geburtstag von Silvana, Stefan und Carsten

Am Dienstag haben wir uns alle in einem irischen Pub getroffen, um Silvanas Geburtstag zu feiern (süße 23 - hach, das waren noch Zeiten) und nach Mitternacht dann den Geburtstag von Stefan (neu24). Am Samstag sollte dann die große Party dazu steigen, weil innerhalb der Woche sollte man ja nicht so auf den Putz hauen. Carsten hatte irgendwann im Dezember Geburstag, als wir alle woanders waren.
Wir haben zusammengelegt und für die beiden Geschenke gekauft. Außerdem hatte ich Silvana Tempo-Taschentücher aus Deutschland mitgebracht. Sie hat mir mal erzählt, sie mag die Amerikanischen nicht, weil die höchstens zweilagig sind und schnell reißen (da hat sie recht!). Da habe ich mir gedacht, ich bring ihr was Gutes von zu Hause mit. Winteredition! Sie hat sich sehr gefreut darüber!

Wir haben anfangs etwas verhalten herumgesessen. Alle sahen ziemlich müde aus. Dann kamen aber unsere beiden Franzosen, die normalerweise immer Stimmung in die Truppe bringen. Veronica (die wieder einmal für jedes Foto in Pose geworfen hat, heute besonders schick mit neuem Lipgloss) hat sich Julien geschnappt und sie haben eine flotte Sohle auf Parkett gelegt.

Die meisten von uns sind an diesem Abend nicht lange geblieben. Ich war sowieso schon total fertig. Ich hatte an diesem Tag meine Sprechstunde für die Studenten. Leider habe ich vergessen, hinzugehen. Mein Professor kam rein und sagte mir, man hätte schon nach mir gefragt, denn ich hätte schon seit 5 Minuten Sprechstunde. Ich war sowieso im Stress, weil ich gerade für eine Prüfung gelernt habe und bin panikartig losgestürzt, und der Prof hat mich ausgelacht. Letzte Woche habe ich nämlich auch meine Sprechstunde verpaßt. Ich bin halb 12 mittags in meinem Bett aufgewacht, und ich hätte um 11 in der Uni sein müssen. Später habe ich festgestellt, daß ich meinen Wecker auf 8 Uhr abends eingestellt hatte, statt morgens. Die Amis benutzen nicht das praktische 13 Uhr, 14 Uhr,... sondern es ist eben 1 Uhr nachmittags, 2 Uhr nachmittags,... Da ist so ein kleines Licht an meinem Wecker, das signalisiert, ob es gerade Morgen oder Nachmittag ist. Und das habe ich wohl verträumt. Ich hole mir hier noch einen schlechten Ruf weg, hehe.

Am Samstag habe wir uns zuerst bei Kathi und Wlad getroffen. Von dort aus sind wir dann in einen Club gefahren. Und nachdem der Club zugemacht hatte (2 Uhr morgens- tss), sind wir wieder zurück zu Kathi und Wlad (rechts) und sind bis fast 5 Uhr morgens geblieben. Ein paar von uns sind mit Johns Auto gefahren (die anderen mit Taxen), ich saß am Steuer. Weil ich als einzige nüchtern bin, darf ich immer fahren. Aber um 4 Uhr morgens oder so, bei den Straßenlaternenverhältnissen hier (stockduster) und den dadurch nicht-sichtbaren Fahrbahnbegrenzungen und den Ampeln auf der falschen, nämlich gegenüberliegenden Seite der Kreuzung und nicht-Auskennen in der Gegend ist es selbst für mich schwierig. Ich bin noch dazu gestern die meiste Zeit mit Standlicht gefahren, bis mich ein anderes Auto darauf hingewiesen hat. Und ich wundere mich, warum ich nichts sehe ;).
Ich habe John dann zu seinem Haus gefahren und bin mitsamt dem Auto zu mir nach Hause. Das steht jetzt noch auf meinem Hinterhof, vorsorglich NICHT unter das Garagendach, sondern auf den hinteren Abstellplatz. Die hintere Abstellfläche ist neuerdings beleuchtet, also habe ich beschlossen, es auch da abzustellen, damit mein Untermieter nicht vor Gram Gallensteine kriegt. John sagte, ich könne mit seinem Auto machen, was ich wolle. Juchu, ich hau ab nach Mexiko!


Eine ganze Reihe von Clubs, auch der, in dem wir gestern waren, sind auf einem Hügel namens Mount Adams gebaut, einem ehemaligen Weinberg. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt:

Mittwoch, Januar 25, 2006

Zufall?

Fällt Euch da nicht was auf?







Papst Benedikt XVI



aus "Der Exorzist"



Samstag, Januar 21, 2006

Kaffeestunde bei mir

Diesen Freitag hatte ich alle zu mir eingeladen. Ein beträchtlicher Teil ist sogar gekommen. Ist ja auch ein Kompliment.

Mike ist am Vortag extra mit mir einkaufen gefahren, um Partyzubehör zu kaufen. Ich habe dann selber etwas zu Essen gekocht and die anderen habe auch einiges mitgebracht.

Besonders beliebt waren die Süßigkeiten, die ich aus Deutschland importiert hatte. Habe ich eigentlich erwähnt, daß ich noch einen zusätzlichen Koffer brauchte, weil ich soviel Zeug auf dem Rückweg nach Cincinnati hatte? Das waren hauptsächlich Bücher, und Süßigkeiten.

Naja, auf diesem Bild sehen die Leute etwas gelangweilt aus, aber die Party war wirklich lustig. Veronica hat ein Kartenspiel mitgebracht ("Set"), daß uns stundenlang unterhalten hat. Es sind Karten mit blauen, grünen und roten Figuren, drei verschiedenen Mustern und Schraffierung. Man muß aus 12 aufgedeckten Karten 3 Karten aussuchen, die ein Set bilden, die irgendeinem Sinn folgen. Und laut "set" rufen, bevor man die Karten nehmen darf. Veronica ist wirklich gut in dem Spiel. Mafe und Frances haben sich auch besser angestellt als die meisten anderen. Man muß sich das so vorstellen: 8 Leute oder so sitzen um einen Tisch und starren auf bunte Karten und versuchen, ein Muster zu finden. Und einer (oder zwei), natürlich immer dieselbe Person, findet ständig was Passendes, während die anderen nur verständnislos gucken. Eigentlich macht das Spiel nur Spaß weil sich die Gewinner so freuen (Veronica besonders, sie ist eine wandelnde Ein-Frau-Party) und die Verlierer sich ärgern, weil sie zu spät reagiert haben.

Die Jungs haben in der Küche währenddessen auf Saufspiel gespielt (war ja klar) und die Küche halb mit Bier überschwemmt. Aber sie waren auch so nett, es größtenteils wieder aufzuwischen.


Ich habe meinen Freunden gesagt, sie können durch den Vordereingang des Hauses kommen, der eigentlich immer abgeschlossen bleiben soll, oder über die Hintertreppe. Die meisten sind auch hintenrum gekommen. Nachdem die ersten Gäste kamen, bin ich nochmal runter zur Vordertür gegangen, um zu überprüfen, ob sie offen ist. Ich habe nämlich keine Klingel und alle müßten mich sonst erst anrufen, um zu sagen, daß sie vor der Tür stehen. Und was habe ich entdeckt? Ein Schild (von meinem Untermieter, vom wem sonst), das besagte, die Tür müsse zur Sicherheit des Hauses immer abgeschlossen bleiben und Gäste müssen eben immer bis zur Tür begleitet werden, um nach ihnen wieder abzuschließen. Geklebt an die Eingangstür. Ich glaube, der meint mich damit. Ich hatte das erste Mal überhaupt Gäste bei mir, und hatte die Tür gerade mal für 1 Stunde offen gelassen, sonst schließe ich immer ab. Ich sollte noch dazu sagen: es ist ein laminiertes Schild, gemacht für die Ewigkeit.



Das ist amerikanisch-deutsche Zusammenarbeit. Ich nenne es "King of my Castle"! Es besteht aus Merci-Schokoriegeln, den Karten aus Veronicas Spiel und dem königlichen Gummibärchen.

Nächste Woche haben zwei Leute Geburtstag, an aufeinanderfolgenden Tagen. Wir gehen also am Dienstag Abend aus, feiern Silvana, und nach Mitternacht gratulieren wir dann Stefan (aus Deutschland). Am Samstag darauf gibts ne größere Party anläßlich der beiden.

Mittwoch, Januar 18, 2006

Wohnung geputzt und schnell Fotos gemacht

Letzten Samstag sind wir in einen Club gefahren, um uns den Liveauftritt einer Band namens "the shirts" anzusehen. Das waren Freundinnen von Veronica, deshalb hat sie uns überredet, hinzufahren. "The shirts" wollten an dem Tag die Veröffentlichung ihrer CD feiern und außerdem ihren neuen Namen bekanntgeben, da dieser schon von einer anderen Band (in New York) verwendet wird. Sie hatten ihre Fans gebeten, ihnen Namensvorschläge zu schicken und wollten an diesem Abend eine Entscheidung treffen.
Insgesamt gab es drei Livebands, von denen mir die shirts am wenigstens gefallen haben. Die Mädels waren wirklich nicht schlecht, aber ich mochte besonders die letzte Band lieber. Die Sängerin, eine kleine Dicke, hatte eine tolle Stimme und ging auf der Bühne richtig ab. Es gab (kostenlosen) Kuchen anläßlich des shirts-Auftrittes, der wirklich lecker war. Am Ende hieß es, sie hätten beschlossen, ihren Namen doch nicht zu ändern, weil die New Yorker Band diesen Namen auch nicht rechtlich abgesichert habe und die CD kommt auch erst in 2 Monaten.

Am Sonntag wollte ich mich gerade in meine riesige Badewanne legen, als Veronica mich angerufen hat. Sie wolle sich zusammen mit Mike einen Film ansehen und hat mich gefragt, ob ich mitgucken wolle. Ich habe mich dann zu den beiden gesellt.
Wir drei haben uns dann gleich für den nächsten Tag verabredet, wieder zum Film gucken. "Der Pate", Teil 1. Dieser Film dauert 3 Stunden! Aber wenigstens hat er mir gefallen. Wir werden nun auch die anderen beiden Teile zusammen sehen. Der zweite ist sogar noch länger. Das weitet sich zu einem Projekt aus ;).
Bei der Gelegenheit haben wir uns gedacht, wir sollten jede Woche einen Filmabend einlegen.

Am Montag mußte ich ein Paper für den nächsten Tag lesen und ein wenig lernen. Ich habe gedacht, bevor ich das mache, kann ich ja erstmal abwaschen. Dann noch schnell das Bad putzen. Und fegen auch gleich mal. Ehe ich mich versehen habe, habe ich die ganze Wohnung auf Vordermann gebracht. Mußte eh sein, weil ich am Freitag eine Party bei mir schmeiße. Ich habe bei der Gelegenheit dann auch Fotos von meiner Einrichtung gemacht (außerdem war das Wetter so toll an dem Tag) . (das paper habe ich dann auch noch gelesen und ein wenig von meiner Vorlesung wiederholt)
Ich muß die Couch mal mit irgendwas abdecken. Sie ist aus Polyester. Das bedeutet, wenn ich ein wenig darauf hin- und herrutsche, und danach irgendwas metallisches anfasse, kriege ich einen Stromschlag... Der Sessel hier ist lindgrün und paßt deshalb überhaupt nicht zur Einrichtung, deshalb Decke drüber. Aber er ist sehr bequem (und auch mit Polyesterbezug).
Man beachte das gelbe Postpaket. Ich war erst zu faul, die Kiste wegzuschmeißen und habe sie dann kurzerhand zu einem Schuhschrank umfunktioniert. So lange, bis ich einen richtigen habe. Hat doch Stil, oder? Außerdem: der Ballon. Den habe ich von Brian's Geburtstagsparty mitgehen lassen. Das ist schon fast 2 Wochen her und trotzdem hängt er noch an der Decke.
Neuzugang im Hause: der Helmut (Weihnachtsgeschenk von Christian, siehe Fisch). Der Strahlemann daneben ist übrigens Rüdiger, für alle, die ihn noch nicht kennen.

Samstag, Januar 14, 2006

"Kaffeestunde" bei Daniel

Freitag waren alle zur "Kaffeestunde" bei Daniel (aus Mexiko) eingeladen. Ich habe mal erzählt, daß das Büro für ausländische Studenten jeden Freitag so ein Treffen organisiert. Dort gibt es dann Kaffee/Tee/Kakao und Kekse, es gibt Spiele und ab und zu einen Film. Die meisten von meinen Freunden gehen aber inzwischen nicht mehr hin. So haben wir angefangen, in unserem Kreise stattdessen sowas zu machen. Allerdings gibts bei uns keinen Kaffee/Tee/Kakao, sondern Alkohol. Und jeder bringt was zu Essen mit. (Aus Sicherheitsgründen gibts hier keine alkoholischen Bilder.)

Ich wollte meinen Freunden irgendwas aus Deutschland mitbringen und habe mich für Überraschungseier entschieden. Wahrscheinlich, weil ich die selber mag. Kam jedenfalls gut an. John (aus Kolumbien) hat es allerdings nicht geschafft, sein Tipi selbst zusammen zu bauen. Er braucht dann doch Hilfe von Erika (Belgien) beim Aufkleben der Sticker.

Es waren einige Leute da, die ich noch nicht kannte. Meistens Mexikaner. Allerdings sind die auch alle ganz neu hier. Im Folgenden kommen noch Bilder von meinen Leuten.


Oben von links, Daniel C. (aus Kolumbien), Veronica (aus Venezuela), unten links John, dann ich, und Maria-Fernanda, kurz Ma-Fe (sie besteht drauf), aus Kolumbien.


Der in Mitte ist Daniel V. (aus Mexiko), rechts daneben Mike, unser einziger echter Amerikaner. Auf der Party waren auch noch ein paar mehr Amerikaner, aber Mike gehört exklusiv zu uns. Er war 2005 für ein halbes Jahr in Deutschland, deshalb ist er quasi auch international.


Leider ist das Bild etwas dunkel, aber man kann die Leute trotzdem sehen. Links David, aus Österreich, Silvana, aus Rostock (was'n Zufall, kannte sie vorher nicht) und Stefan, aus Aachen oder so.


Ein Haufen Deutsche Schrägstrich Österreicher. Außer der in der Mitte, jener ist Franzose, mit russischer Abstammung. Die kleine Blonde ist Kathi, mit der ich zusammen zum Flughafen gefahren bin. Sie ist aus der Nähe von Wien.



Später kamen und gingen noch Leute.

Ein paar von uns wollten danach noch in einen Club gehen. Veronica war zu müde, Daniel C. wußte nicht so recht, Mike war auch noch unschlüssig, John wollte, ich auch, und Mafe. Silvana ist schon eher los, weil sie sich mit Freunden getroffen hat und die sind in den Club vorgefahren. Ein anderer John (Amerikaner, aber mit deutscher Abstammung - spricht aber kein Deutsch; außerdem Mathematiker) und noch ein Amerikaner (noch ein Mathematiker) wollte auch mitkommen. Erst mal gabs Gerangel um die Hinfahrt, keinen richtigen Plan. Wir hatten 3 Leute mit Autos, aber zwei von denen hätten erstmal nach Hause gehen müssen, um das Auto zu holen. Und wir mußten auch noch nicht, wer denn definitiv mitkommt.
Am Ende war Daniel total besoffen und konnte nicht mehr gerade laufen. Wir haben beschlossen, ihn nicht mehr mitzunehmen, der sollte lieber nach Hause. Ich wollte auch nochmal nach Hause um mich umzuziehen. Mike wollte doch lieber schlafen gehen. Wir beide sind zusammen losgegangen (wohnen in der gleichen Richtung) und Mike hat mich bis vor die Tür gebracht (ist er nicht gut erzogen!?). Ich habe ganz schnell Sachen gewechselt und bin zurückgegangen (ist weniger als 10 min zu Fuß).
Wir waren dann zu fünft: John, Mafe, ich, der Ami John (mit dessen Auto wir fahren wollten) und der andere Amerikaner. John hat um die Ecke in einem Parkhaus geparkt, und da ging das Abenteuer schon los - wir sind nämlich nicht so einfach rausgekommen. Das Parkhaus hat 6 Etagen, aber nur in der ersten ist ein einziger Bezahlautomat. Der war natürlich kaputt. Wir sind trotzdem zum Ausgang im 6. Stock gefahren, ein Versuch war es wert. Bei der Ausfahrtsschranke stand was von "Fehler". Hat auch die Karte nicht angenommen. Dann haben wir beschlossen, die Einfahrtsschranke zu testen. Der Ami ist ausgestiegen und hat auf den Ticketknopf gedrückt. Ging natürlich nicht, wenn da nur ein Mensch steht. Nächster Versuch: Ausgang im Untergeschoss. Der Ausgangsseite hat das Ticket garnicht erst angenommen. Dann haben wir wieder zum Eingang gewechselt. Knopf ging natürlich wieder nicht. Aber die Schranke ließ sich etwas anheben, sogar genug, sodaß das (recht flache) Auto durchgepaßt hat. So sind wir doch noch rausgekommen.
Wir sind erst noch zu Mafe nach Hause, weil sie sich umziehen wollte. Sie hat dann beschlossen, zu Hause zu bleiben. Also nur noch zu viert. Dann haben wir den Ami nach Hause gebracht. Ami John meinte dann, er will auch nicht mehr in den Club gehen, er würde uns aber hinfahren und wir müßten dann nur ein Taxi zurück nehmen. Nur Kolumbi John und ich übrig.

Im Club, der brechend voll war, haben wir nach einer Weile auch Silvana gefunden. Sie hatte mich schon angerufen, um zu fragen, wo wir bleiben. John und ich sind dann tanzen gegangen. Wie gesagt, knackevoll. Man hatte gerade soviel Platz wie man wegen dem eigenen Körperumfang brauchte, mehr nicht. Tanzen war eigentlich auch unmöglich, man bewegte sich einfach mit der Masse. John hat die ganze Zeit mitgesungen, direkt in mein Ohr. Er trifft keinen einzigen Ton, aber ich bin sowieso der Meinung, wenn jemand gern singt, dann soll er es machen, auch wenn er es nicht kann.
Silvana war nicht mehr zu finden im Club. Ich habe dann mein Handy überprüft, und sie hatte tatsächlich eine Nachricht geschrieben. Sie müßten los, weil ihr Fahrer schon müde ist und sie konnte uns nicht finden um Bescheid zu sagen.
Wir sind dann noch eine Stunde oder so geblieben und haben getanzt. Ich habe mir dann gedacht, wir sollten gehen, bevor der Laden zumacht (bald) und wir dann ewig für ein Taxi anstehen müssen. Ich war dann um 3 zu Hause.

Ich habe dann noch 1 Stunde mit Lukas gechattet, der übrigens seit Mittwoch in Japan (Nagoya) ist. Er ist ganz überwältigt und er fühlt sich sehr wohl. Er hat mich Sicherheit auch ganze tolle Geschichten zu erzählen...

Dienstag, Januar 10, 2006

Aufklärung in Sachen Papa's Fahrstil

Wahrscheinlich hätte ich die Geschichte gleich dranhängen sollen, denn jetzt hagelts Beschwerden über meine Formulierung zu den Fahrkünsten meines Erzeugers. Also wenn ich sage, Marions Hund findet seinen Fahrstil "zum Kotzen", dann meine ich das buchstäblich so, nicht als Abwertung. Der Kleine hat sich tatsächlich übergeben, nachdem er im Auto mitgefahren ist!
(Allerdings macht er das auch öfter, ohne in einem Auto mitgefahren zu sein, also hängt sicher garnicht davon ab.) Papa hat das selbst mal so ausgedrückt, und ich fand den Spruch witzig. Entschuldigung!

Samstag, Januar 07, 2006

Eine Geburtstagsfeier mit den Kollegen

Freitag war ich mal nicht mit meinen üblichen Leuten aus, sondern mit meinen Kollegen aus der Biologie. Natürlich waren keine Erwachsenen dabei, das versteht sich von selbst. Wir haben den Geburtstag von Brian gefeiert (siehe Bild), einem Diplomanden von meiner Etage. Seine Freundin Christine hat für ihn eine Überraschungsparty organisiert.
Wir waren wieder im Hopfbräuhaus, dem selbsternannten größten Biergarten nach München und erstem Biergarten in den USA überhaupt. Es war gerammelt voll, zum Glück hatte Christine Tische für uns vorbestellt. Musik sehr laut, sodass man schreien musste, um sich zu unterhalten, aber das ist ja eigentlich immer so. Ein Teil der Menükarte war sogar auf Deutsch. Allerdings sieht der "Leberkäse" (ganz rechts) eher aus wie Hundekacke, finde ich.



Bis auf Frances und mich waren es diesmal alles Amerikaner.


Beginnend von links, Frances (aus Kanada), die uns aber leider bald wieder verlässt, Ali, die schon seit 3 Jahren an ihrer Diplomarbeit arbeitet, und Shannon, die schon seit ganzen VIER Jahren an ihrer Diplomarbeit sitzt. Und alle machen sich darüber lustig. Laut eigener Aussage ist sie zudem ständig pleite, weil sie gerne trinken geht ;).




Die Dame hier im roten Pullover ist Laura, die auch diesen Sommer angefangen hat. Sie hat sich im Winterurlaub beim Skifahren eine Sehne gezerrt und war deshalb mit einer Krücke Marke Eigenbau unterwegs. Das Gesicht unten links ist ihr Freund.

Das Mädel in grau ist Christine, besagte Freundin von Brian. Sie studiert auch mit uns zusammen. Am Ende des Abends war Christine ziemlich besoffen und hat sich auf fast alle Fotos gedrängt.







Beginnend von rechts, Ashley, hat auch mit mir angefangen, Nicole und deren frischgebackener Ehemann.









Der linke ist Matt (hach, der lächelt immer so schön!). Den Namen von dem Rechten weiß ich jetzt nicht, kenne ich bisher nur vom Sehen.



und einige andere...



Und nicht zu vergessen: die coole Oma. Sie gehörte zwar nicht zu unserem Tisch, aber sie rockte so doll ab, dass sie viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Sie sass mit lauter jungen Männern am Tisch!




Ach, und ich war natürlich auch da. Für alle, die mich schon eine Weile nicht mehr gesehen haben, ich bin die in der Mitte.

Donnerstag, Januar 05, 2006

Rückflug nach Cincinnati

Meine liebsten Eltern haben mich wieder nach Berlin gefahren. Ich habe es auch fast geschafft, den Fahrstil von Papa nicht zu kritisieren. Wenn ich mit ihm am Steuer unterwegs bin, habe ich mir angewöhnt, einfach nicht mehr auf die Straße zu gucken. Sogar Marions Hund findet seine Art zu fahren zum Kotzen!

In Berlin wollten wir eigentlich noch einen Kaffee zusammen trinken, aber wir mußten uns gleich in die lange Schlange einreihen. Naja, dann gabs Kaffee halt im Stehen. Und dann mußte ich mich auch schon von den beiden verabschieden.
Ich hatte einen Schokoweihnachtsmann und Überraschungseier für meine Freunde dabei und habe die, damit sie nicht kaputt gehen, in eine Wiskey-Blechdose gesteckt. Ich wußte nicht, ob ich die im Koffer lassen konnte. Und ich wollte nicht, daß sie meinen Koffer aufmachen, den ich so sorgsam gepackt und unter Mühen zugekriegt hatte, um zu überprüfen, was in der Dose ist. Also habe ich sie mit ins Handgepäck genommen, für den Fall, sie wollen die kontrollieren. Hat niemanden interessiert bei der Sicherheitskontrolle. Ich hätte ja locker Drogen oder Sprengstoff schmuggeln können!

Ich hatte wieder einmal einen Gangplatz. Das ist ja ganz gut zum Beine ausstrecken, aber man kann sich nirgens anlehnen zum Schlafen. Neben mir ein junges Ehepaar. Den Mann konnte ich auf Anhieb nicht leiden. Lag vielleicht an seiner Sonnenbrille, die er fast die ganz Zeit getragen hat (war ja soo grell im Flieger), oder die Tatsache, daß seine Frau über seine Beine steigen mußte, wenn sie auf Toilette wollte; der Typ hat sich nicht die Mühe gemacht, mal aufzustehen.

Zwischenstopp wieder New York. Ich wollte eigentlich Fotos vom Anflug machen, aber ich saß in der mittleren Reihe des Flugzeuges und mußte ja angeschnallt bleiben. Habe es mir dann für den Abflug vorgenommen. Vier Stunden Aufenthalt. Ich hatte überlegt, zum Ausgang zu gehen, um mir New York anzusehen, aber ich habe keinen gefunden. Später wurde mir dann erzählt, daß dieser Flughafen (John F. Kennedy) sowieso in der Pampa ist, nicht inmitten der Stadt. Rausgehen nützt also nix. Dafür habe ich ein paar Fotos vom Terminal gemacht.


Und ich habe mich in ein Restaurant gesetzt, um einen Burger zu essen.


Eine Stunde vor dem Abflug habe ich mich vor den check-in-Schalter gesetzt und gelesen. Plötzlich spricht mich jemand mit Namen an. Vor mir steht die Belgierin! Wir haben dasselbe Flugzeug zurück nach Cincinnati genommen. Bevor wir allerdings abgehoben sind, sind wir fast eine Stunde lang über den Flugplatz gerollt. Und ich wollte so unbedingt Fotos machen. Hatte wieder einen Gangplatz. Der Junge neben mir macht die ganze Zeit komische Geräusche. Ich habe mich immerzu gefragt, ob er vielleicht Angst vorm Fliegen hat oder luftkrank wird. Er ist aber dauernd eingenickt und ich habe beschlossen, ihn nicht zu fragen. Und überhaupt, der hat die ganze Armlehne für sich beansprucht! Und außerdem saßen wir direkt neben den Tragflächen, also nichts mit Fotos. Und als wir höher kamen, war draußen nichts zu sehen wegen Nebel. Ich habe mir vorgenommen, wenigstens Fotos über Cincinnati zu machen. Dann bin ich eingeschlafen. Als ich aufwache, setzen wir gerade auf. Hmm, schonwieder keine Fotos. Dann doch jedenfalls von Downtown Cincinnati. Ich habe zu spät gemerkt, daß ich die falsche Einstellung an der Kamera hatte (mit der man gute Bilder durch eine Autoscheibe machen kann). Bevor ich das verbessert hatte, waren wir schon zu dicht dran (wenn man nach Cincinnati 'reinfährt, kommt man einen Hügel herunter, von dem aus man einen phantastischen Blick auf die Stadt kriegt).
Ich habe hier ein Foto ausgekramt, das ich vor ein paar Wochen gemacht habe, von der anderen Seite des Ohio River, der an der Innenstadt entlang fließt. Sieht auch ganz hübsch aus:

Zu Hause angekommen, habe ich mir garnicht erst die Mühe gemacht, meine Koffer auszupacken (schon komisch, ich bin mit einem Koffer gefahren und zurückgekommen mit zweien!). Bin gleich unter die Dusche und ins Bett.

Dienstag, Januar 03, 2006

Weihnachtsferien

Auf dem Weg nach Deutschland.
Bin an einem Montag geflogen. Die beiden Kolumbianer haben mich zum Flughafen gebracht. Erst haben wir aber noch eine andere Freundin abgeholt, die kurz nach mir auch fliegen wollte. Wir zwei Mädels wurden am Flughafen abgesetzt, und weil wir noch reichlich Zeit hatten, haben wir noch einen Kaffee zusammen getrunken.

Zwischenstopp New York. Eine kleine, enge Maschine. Schlechte Luft. Und Turbulenzen. Ich habe die 2 Stunden gerade so überstanden, musste aber wirklich mit mir kämpfen. Als das Flugzeug dann endlich gelandet ist, wollte ich so schnell wie möglich raus an die frische Luft. Ich musste eine Weile warten, bis der Mann, der vor mir stand, seine Sachen gepackt hatte und weiter ging. Auf gleicher Höhe saß ein älteres Pärchen. Die Frau beäugte mich schon die ganze Zeit. Gerade als der Mann vor mir losging, stand sie auf, sah mich trotzig an und begann sie langsam anzukleiden. Ließ sich viel Zeit für den Schal, den Mantel und beobachtete mich die ganze Zeit. Ich habe sie dann gefragt, ob sie mich bitte durchlassen würde. Sie hat mich belehrt, dass man zuerst die vorderen Leute aussteigen lassen müsse, ging aber trotzdem zur Seite und ich konnte draußen endlich aufatmen. Vor dem Flugzeug hat der Shuttlebus bereits gewartet. Das Paar stand wieder in meiner Hörweite und ich habe die Alte gehört, wie sie ihrem Mann empört von mir erzählt hat. Leider ist mir erst dann eingefallen (naja, Übelkeit im Flieger und so), dass ich der Frau lieber hätte drohen sollen, auf ihren Mantel zu kotzen, wenn ich nicht bald an die frische Luft kommen sollte. Dann wäre ich ihr vielleicht weniger unhöflich vorgekommen. Oder erst recht.

In New York bin ich erstmal durchs Terminal gelaufen und habe dann beschlossen, etwas essen zu gehen. Danach bin ich ein wenig herumgeschlendert. Aus dem Flughafen rausgehen wollte ich nicht, weil ich reichlich müde war und vielleicht auch den Flughafen nicht rechtzeitig wieder finde. Ich und mein nicht vorhandener Sinn für Orientierung. Überall im Terminal standen Ledersessel mit Massagefunktion. Ich habe mich dann in einen reingesetzt, um mich zu entspannen. Ich habe mir erstmal eine 3minütige Massage gönnen wollen, zum Testen. Boah, tat das weh. Definitiv nicht empfehlenswert. Es ist auch nicht sonderlich bequem, einfach in den Sesseln zu sitzen, weil man laufend die Massagerolle im Rücken hat, aber wenigstens sind sie groß und weich. Noch dazu, alle 15 Sekunden kommt eine Stimme vom Band, die einen in diesen erste-Klasse-Sesseln willkommen heißt. Ein junger Mann setzte sich in den Sessel neben mir, ging aber nach einer Minute wieder weg, weil ihn das Gequatsche gestört hat. Er meinte noch zu mir, auf diese Weise halten sie sich wohl die nicht-zahlenden Gäste vom Hals. Ich habe aber beschlossen, trotzdem sitzen zu bleiben. Als Alternative winkten nur die Terminal-Sitzreihen, die aber auch nicht bequemer sind als die Sitzplätze in Flugzeugen, und überfüllt. Und mit Musik über Kopfhörer konnte ich die Bandansage auch fast übertönen.
Mir ist wieder einmal etwas aufgefallen. Der Flur war mindestens fünf Meter breit und alles andere als überfüllt. Ich saß in einem Sessel, der direkt an der Wand stand. Und trotzdem sind die meisten Leute direkt vor meinen Füßen entlang gelaufen; ich musste meine Beine sogar manchmal wegziehen, damit mir niemand auf die Füße tritt. Dabei hatten die reichlich Platz, mir auszuweichen. Manche guckten mich sogar streng an, weil ich mein Handgepäck ausgerechnet vor den Sessel gestellt hatte.

Im Flugzeug habe ich versucht, etwas zu schlafen, aber ich konnte nicht einschlafen und schon nach wenigen Minuten tat mir der Nacken weh. Dafür war der Ausblick toll. Erst New York bei Nacht und später Manchester. In Berlin war es dann schon hell und kaum noch Lichter an.

Zu Hause habe ich mich dann gleich erstmal ins Bett gelegt. Ich hatte fast 24 Stunden nicht geschlafen und fühlte mich wie ein Zombie.
Zu Besuch zu sein hat was Feines. Man darf jeden Tag ausschlafen und man kriegt das Leckerste zu essen. Leider habe ich den Eierkuchen, den ich mir am sehnlichsten gewünscht habe, NIE bekommen! Das wird später in meinem Leben sicher zu einem Badespass-Barbie-Trauma mutieren (weißt schon Bescheid, Mama!).
Hey, aber das Weihnachtsessen war wieder spitze.

Familie beim Geschenke auspacken:





Am ersten Weihnachtstag sind wir dann nach Rostock gefahren, weil wir dort was abholen wollten und sind dann gleich über Nacht geblieben. Am nächsten Tag nach Lübeck. Dann wiederum nach Hamburg, zur japanischen Botschaft, damit Lukas sein Visum beantragen konnte. Dann gings wieder nach Rostock, weil die Wohnung ja noch renoviert werden mußte.
Ich erinnere mich, behauptet zu haben, daß Tapeten abreißen Spaß macht. Nach ein paar Stunden fand ich das nicht mehr. Später kamen noch die Schwester und der Vater von Lukas dazu, zum Glück. Wir haben trotzdem bis in den Morgen gebraucht. Was sagt uns das: früher anfangen, nächstes Mal. Mir tat danach alles weh, ein sicheres Zeichen dafür, daß ich langsam alt werde.

Ich konnte dann vor der Abfahrt noch eine Freudin besuchen. In Rostock lag ziemlich hoch Schnee und auf den Straßen war es sehr glatt. Einmal habe ich an einer Ampel gehalten und gucke dann mal in den Seitenspiegel. Und da sehe ich die Motorhaube meines Hintermannes neben meinem Kofferraum stehen. Das war ja Glück!
Hier noch ein anderes Bild von einer Kreuzung vor uns:


Silvester haben wir in Lübeck gefeiert. Angestoßen auf das neue Jahr haben wir mit Kaffee. Das ist doch auch mal was!